1. Tag Wrocław/Breslau
Vormittags: Bei der Ankunft in Wrocław empfängt ein erfahrener Reiseleiter von Cracovia Reisen die Gäste und begleitet sie während der gesamten viertägigen Reise. Nach dem Einchecken im Hotel und einer kurzen Erholungspause beginnt das Programm mit einer faszinierenden Erkundung der historischen Altstadt.
Nachmittags: Stadtbesichtigung der Altstadt. Der Rundgang startet am Marktplatz, einem der größten mittelalterlichen Plätze Europas. Hier beeindruckt das gotische Rathaus mit seiner kunstvollen astronomischen Uhr. Zusammen mit über fünfzig prächtigen, unterschiedlich gestalteten Giebelhäusern entsteht ein einzigartiges architektonisches Ensemble.
Anschließend führt der Weg zum Salzmarkt und der bedeutenden St. Elisabeth-Kirche. Weiter geht es zur Universität, deren barocker Festsaal, die Aula Leopoldina, mit prachtvollem Dekor begeistert. Überquert werden die Seitenarme der Oder, um zuerst die Sandinsel zu erkunden, gefolgt von der Dominsel – der geistlichen Heimat der Bischöfe. Dieses malerische sakrale Ensemble mit der markanten Breslauer Kathedrale, deren schlanke Türme hoch in den Himmel ragen, lädt zu einem Moment der Besinnung ein. Ein besonderes Highlight ist das Denkmal von Kardinal Bolesław Kominek, an dessen Sockel die Worte „Wir vergeben und bitten um Vergebung“ in polnischer und deutscher Sprache an die lange Geschichte der Versöhnung zwischen Polen und Deutschen erinnern.
Abends: Abendessen in Hotelrestaurant anschliessend Fakultativ. Der Tag klingt mit einem kulturellen Höhepunkt aus: Ein Besuch in der kürzlich aufwendig restaurierten Oper, einem Meisterwerk von Architekte Carl Ferdinand Langhans verspricht ein unvergessliches musikalisches Erlebnis.
2. Tag Wrocław/Breslau
Vormittags: Zweiter Teil der Stadtführung. Der Rundfahrt führt zu den etwas entfernteren, aber ebenso faszinierenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die berühmte Jahrhunderthalle beeindruckt als herausragendes architektonisches und technisches Meisterwerk des 20. Jahrhunderts und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Anschließend steht der einzige erhaltene historische Friedhof auf dem Programm – der jüdische Friedhof, auf dem unter anderem Ferdinand Lassalle, Mitbegründer der deutschen sozialdemokratischen Bewegung, seine letzte Ruhe fand. Ein weiteres Highlight ist das Panorama von Raclawice, ein monumentales Rundbild, das nach dem Zweiten Weltkrieg von Lemberg nach Breslau gebracht wurde und heute als bedeutendes Identitätszeichen der neuen Breslauer Bevölkerung gilt. Anschliessend Mittagspause.
Nachmittags: Der Nachmittag bietet die Möglichkeit, die Stadt individuell zu entdecken und ganz persönlich zu erleben.
Abends: Das Abendessen findet im Altstadtrestaurant statt. Im Anschluss erwartet ein Gespräch mit einem renommierten Historiker der Universität Breslau. Das Thema des Vortrags wird jeweils im Voraus mit der Gruppe entsprechend den Interessen vereinbart.
3. Tag Krzyżowa/Kreisau – Świdnica/Schweidnitz – Morawa/Muhrau – Weingut Jaworek
Vormittags: Besuch in Krzyżowa/Kreisau. Die Reise führt südwärts nach Krzyżowa, dem ehemaligen Gut der Familie von Moltke, bekannt als Treffpunkt des Widerstandsnetzwerks „Kreisauer Kreis“ gegen das NS-Regime. Die historische Bedeutung des Ortes wird durch die Versöhnungsmesse von 1989 unterstrichen, bei der der polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki und Bundeskanzler Helmut Kohl teilnahmen. Heute dient der Palast als Begegnungs- und Gedenkstätte und spielt eine zentrale Rolle in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Eine geführte Besichtigung bietet Einblicke in die aktuelle Bedeutung dieses Ortes.
Nachmittags: Weiter geht es nach Świdnica/Schweidnitz, einst ein bedeutendes Handelszentrum, das mit Breslau rivalisierte. Die restaurierten Bürgerhäuser am Marktplatz zeugen noch heute von jener glanzvollen Epoche. Im Mittelpunkt steht die imposante Kathedrale St. Stanislaus und Wenzel mit ihrem 103 Meter hohen Turm. Als Highlight beeindruckt die Friedenskirche – eine der drei schlesischen Kirchen, die nach dem Westfälischen Frieden errichtet wurden. Mit 3500 Sitzplätzen ist sie die größte Holzkirche Europas und begeistert mit einer prächtigen barocken Innenausstattung, die einen faszinierenden Kontrast zur schlichten Außenfassade bildet.
Der nächste Programmpunkt ist das Familiengut der Gräfin Melitta Sallai in Morawa/Muhrau. Die Gräfin, die in ihre Heimat zurückgekehrt ist, hat die Stiftung der Hl. Hedwig ins Leben gerufen. Dieses soziale Engagement unterstützt die Dorfgemeinschaft und fördert den deutsch-polnischen Dialog.
Abends: Den Tag beschließt ein besonderes kulinarisches Erlebnis im Weingut Jaworek. Die familiengeführten Weine zählen zu den Spitzenprodukten Polens. Bei einem Abendessen mit Weinverkostung bietet sich die Gelegenheit, diese erlesenen Tropfen in stilvollem Ambiente zu genießen und den Tag genussvoll ausklingen zu lassen. Rückfahrt nach Breslau.
4. Tag Heimfahrt
Vormittags: Nach dem Check-out erfolgt der Transfer zum Flughafen, um den Rückflug nach Deutschland anzutreten.