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Das deutsche Vernichtungslager in Belzec.
Gedenkstättenfahrten

Gedenkstättenfahrt nach Majdanek und Belzec

Die Gedenkstätten Majdanek und Bełżec bilden die zentralen Stationen der Reise und ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus sowie der Erinnerung an die Opfer. Historische Stadtführungen in Lublin und Zamość ergänzen das Programm und eröffnen Einblicke in das jüdische Erbe und die kulturelle Geschichte Ostpolens.
Route: Warszawa – Lublin – Majdanek – Zamość – Bełżec
Reisedauer: 5 Tage

Auf unserer Reise befassen wir uns mit folgenden Themen:
  • Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung und Vernichtung am Beispiel der Gedenkstätten Majdanek und Bełżec
  • Spuren jüdischen Lebens in den ostpolnischen Städten Lublin und Zamość
  • Tragische Schicksale und persönliche Erfahrungen der Opfer des Nationalsozialismus
  • Lublin und Zamość als Schauplätze der wechselvollen Geschichte der Region und bedeutende Kulturzentren Polens
Der Marktplatz in Zamość: Renaissance-Stadthäuser aus dem 16. Jahrhundert.
Der Marktplatz in Zamość: Renaissance-Stadthäuser aus dem 16. Jahrhundert.
Zamość – Stadtpanorama.
Zamość – Stadtpanorama.
Das deutsche  KZ Lager Majdanek. Foto aus der Sammlung des Museums in Majdanek, aufgenommen am 24. Juni 1944 aus einem Aufklärungsflugzeug.Domena Publiczna
Das deutsche KZ Lager Majdanek. Foto aus der Sammlung des Museums in Majdanek, aufgenommen am 24. Juni 1944 aus einem Aufklärungsflugzeug.Domena Publiczna
Die Dreifaltigkeitskapelle im Schloss von Lublin. Foto: Hans A. Rosbach/CC-BY-SA 3.0
Die Dreifaltigkeitskapelle im Schloss von Lublin. Foto: Hans A. Rosbach/CC-BY-SA 3.0

Im Mittelpunkt der Reise stehen die Gedenkstätte Majdanek und die Gedenkstätte Bełżec, zwei zentrale Erinnerungsorte, die auf unterschiedliche Weise die Dimension der nationalsozialistischen Verfolgung und Vernichtung vermitteln. Die Gedenkstätte Majdanek, deren Museum bereits 1944 als erstes Museum zur Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkriegs in Europa gegründet wurde, dokumentiert die Geschichte des Konzentrationslagers Lublin, eines der größten deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen, in das zwischen 1941 und 1944 rund 150.000 Menschen deportiert wurden. Bełżec war das erste von drei deutschen Vernichtungslagern der „Aktion Reinhardt“ und diente auch als Ort, an dem Methoden der systematischen Massenvernichtung entwickelt und erprobt wurden, die später in anderen Vernichtungslagern zum Einsatz kamen. Beide Orte ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte und verbinden historische Erinnerung mit persönlichen Schicksalen. Ergänzt wird das Programm durch die Besuche in Zamość und Lublin, zwei bedeutenden Kulturstädten Ostpolens, die mit ihrem reichen historischen und jüdischen Erbe weitere Perspektiven auf die wechselvolle Geschichte der Region eröffnen.

Programmarrow
1. Tag Anreise

Vormittags: Anreise über Warschau nach Lublin, Hotel Check-in
Nachmittags: Je nach Ankunftszeit: erster Spaziergang durch die Altstadt von Lublin. Die ersten Eindrücke von Lublin vermitteln einen Einblick in die Geschichte und Atmosphäre der Stadt.Lublin, eine der größten Städte und ein kulturelles Zentrum im Osten Polens, spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte Polens. Die im Jahr 1569 geschlossene Union von Lublin führte zur Gründung der Republik beider Nationen – einer Föderation aus Polen und Litauen. 
Abends: Abendessen in einem Restaurant.
Übernachtung in Lublin.

2. Tag Gedenkstätte Majdanek

Vormittags: Führung durch die Gedenkstätte Majdanek vermittelt einen umfassenden Einblick in die Geschichte des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers. Besichtigt werden die wichtigsten erhaltenen Bereiche des ehemaligen Lagers, darunter die Häftlingsbaracken, die Gaskammern und das Krematorium. Historische Fotografien und persönliche Berichte von Überlebenden machen die Geschichte des Ortes anschaulich und geben Einblicke in die Lebensbedingungen und das Schicksal der Häftlinge.
Mittagspause (selbst organisiert)
Nachmittags: Workshop in einem Bildungszentrum in Lublin: Anhand von dokumentarischen und ikonografischen Materialien wie Fotografien und historischen Dokumenten setzen sich die Teilnehmer mit dem Schicksal der jüdischen Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs auseinander. Die Geschichte einer jüdischen Familie aus Lublin ermöglicht einen Einblick in das Familienleben vor dem Krieg und zeigt zugleich die einzelnen Etappen der Verfolgung und des Holocaust.
Abends: Abendessen in einem Restaurant.
Übernachtung in Lublin.

3. Tag Zamość - Gedenkstätte Belzec

Vormittags: Busfahrt nach Zamość. Ein geführter Rundgang durch die historische Altstadt vermittelt Einblicke in die Geschichte der Renaissance-Stadt und ihre kulturelle Bedeutung. Zamość, bekannt als „Perle der Renaissance“, ist eine Stadt in Polen, die im 16. Jahrhundert vom Großhetman der Krone Jan Zamoyski gegründet wurde. Sie ist bekannt für ihren Renaissance-Stadtgrundriss, den Großen Marktplatz, die armenischen Bürgerhäuser, die ehemaligen Befestigungsanlagen und Denkmäler verschiedener religiöser Traditionen. Die Stadt wurde in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Zamość ist eines der wertvollsten Beispiele für eine Renaissancestadt in Mitteleuropa.
Mittagspause (selbst organisiert)
Anschließend Weiterfahrt zur Gedenkstätte Bełżec.
Nachmittags: Führung durch die Gedenkstätte Bełżec, die an das ehemalige deutsche Vernichtungslager erinnert. Die Besichtigung erläutert die Geschichte des Lagers und die Dimension der dort begangenen Verbrechen. Das Vernichtungslager Bełżec (offiziell SS-Sonderkommando Belzec) – ein deutsches nationalsozialistisches Vernichtungslager, das während des Zweiten Weltkriegs von März 1942 bis Juni 1943 in der Nähe des Dorfes Bełżec in Betrieb war. Das Lager wurde im Rahmen der Aktion „Reinhardt“ errichtet. Das SS-Sonderkommando Bełżec war das erste von den deutschen Nationalsozialisten im Generalgouvernement errichtete Vernichtungslager. Dort wurde die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung durchgeführt. Die Deutschen leiteten Transporte aus den Ghettos und Lagern im Generalgouvernement dorthin, vor allem aus den Bezirken Galizien, Krakau und Lublin. Neben polnischen Juden wurden in Bełżec auch österreichische, tschechische, deutsche, slowakische und ungarische Juden ermordet. Die Opfer wurden in fest installierten Gaskammern unter Verwendung von Abgasen getötet. Die Zahl der Ermordeten belief sich wahrscheinlich auf etwa 450.000 Menschen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung des heutigen Gedenk- und Erinnerungsortes, der die Dimension der Vernichtung und die Erinnerung an die Opfer eindrucksvoll sichtbar macht.
Anschließend Rückfahrt nach Lublin.
Abends: Abendessen in einem Restaurant.
Übernachtung in Lublin.

4. Tag Lublin

Vormittags: Stadtführung durch die historische Altstadt von Lublin. Die Tour vermittelt Einblicke in die wechselvolle Geschichte der Stadt und ihre Bedeutung als Begegnungsort verschiedener Kulturen und Religionen.Lublin liegt an der kulturellen Schnittstelle zwischen dem östlichen und dem westlichen Christentum sowie an wichtigen historischen Handelswegen, die Europa mit dem Osten verbanden.
Eines der wertvollsten Denkmäler der mittelalterlichen Kunst in Polen ist die Dreifaltigkeitskapelle in Lublin, die in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde und mit byzantinisch-russischen Malereien im östlichen Stil geschmückt ist. Die Kapelle verbindet gotische Architektur mit östlicher Innenmalerei. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Geschichte der jüdischen Gemeinde Lublins und ihrer Bedeutung vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Rahmen der Führung sind außerdem Besuche des historischen jüdischen Friedhofs sowie des ehemaligen Gefängnisses im Schloss Lublin vorgesehen.
Mittagspause (selbst organisiert)
Nachmittags: Zeit zur individuellen Erkundung der Stadt.
Abends: Abendessen in einem Restaurant.
Übernachtung in Lublin.

5. Tag Heimfahrt

Vormittags: Nach dem Check-out beginnt die Rückfahrt mit dem Zug nach Warschau und weiter zum Heimatort.

Extratour

Informationen zu weiteren Gedenkstättenfahrten finden Sie hier, Details zu Reisen nach Ostpolen hier.

Leistungenarrow

Leistungen, die im Preis von Cracovia Reisen enthalten sind:

  • 4 Übernachtungen in Lublin in der gewählten Unterkunftskategorie inklusive Frühstück
  • 4 Abendessen in Hotel- oder Stadtrestaurants (3-Gänge-Menü mit Mineralwasser)
  • Stadtführungen mit fachkundigen Guides gemäß dem Programm
  • Fachkundige Führung durch die Gedenkstätte Majdanek
  • Fachkundige Führung durch die Gedenkstätte Bełżec
  • Workshop in einem Bildungszentrum
  • Eintritte zu den besuchten Sehenswürdigkeiten gemäß dem Programm
  • Transfers mit einem privaten, bequemen Bus laut Programm

Nicht im Preis enthalten:

  • An- und Abreise
  • Kranken-, Unfall- sowie Reiserücktrittsversicherung
  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Mittagessen
  • Zusätzliche Getränke zu den Abendessen
  • Persönliche Ausgaben wie Trinkgelder, Minibar etc.

Preis auf Anfrage. Fordern Sie gerne schnell, kostenlos und unverbindlich Ihr persönliches Angebot für die Gedenkstättenfahrt nach Majdanek und Bełżec bei uns an.

Wir unterstützen Sie gern bei der Planung Ihrer An- und Abreise.

Wissenswertesarrow

Während Ihres Aufenthalts vor Ort stehen wir Ihnen rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag, zur Verfügung. Um Ihnen Informationen zu liefern, sofortige Hilfe zu leisten und dafür zu sorgen, dass Ihre Reise völlig stressfrei verläuft.

Häufig gestellte Fragen /FAQ/

1. Wie lassen sich die Gedenkstätte Majdanek und die Gedenkstätte Bełżec logistisch am besten miteinander verbinden?
Lublin eignet sich ideal als zentraler Ausgangspunkt der Reise und ist von Warschau aus bequem erreichbar. Die Gedenkstätte Majdanek befindet sich unmittelbar im Stadtgebiet von Lublin und lässt sich problemlos in das Tagesprogramm integrieren. Die Gedenkstätte Bełżec liegt rund 130 km südöstlich von Lublin und kann – wie in unserem Programm vorgesehen – im Rahmen eines Tagesausflugs mit einem Zwischenstopp in Zamość besucht werden.

2. Ist die Gedenkstättenfahrt nach Majdanek und Bełżec für Schulklassen geeignet?
Ja, die Gedenkstättenfahrt eignet sich besonders für Schulklassen und Jugendgruppen, die sich im Unterricht mit dem Nationalsozialismus, dem Holocaust und der Erinnerungskultur beschäftigen. 

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