1. Tag Anreise
Vormittags: Anreise über Warschau nach Lublin, Hotel Check-in
Nachmittags: Je nach Ankunftszeit: erster Spaziergang durch die Altstadt von Lublin. Die ersten Eindrücke von Lublin vermitteln einen Einblick in die Geschichte und Atmosphäre der Stadt.Lublin, eine der größten Städte und ein kulturelles Zentrum im Osten Polens, spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte Polens. Die im Jahr 1569 geschlossene Union von Lublin führte zur Gründung der Republik beider Nationen – einer Föderation aus Polen und Litauen.
Abends: Abendessen in einem Restaurant.
Übernachtung in Lublin.
2. Tag Gedenkstätte Majdanek
Vormittags: Führung durch die Gedenkstätte Majdanek vermittelt einen umfassenden Einblick in die Geschichte des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers. Besichtigt werden die wichtigsten erhaltenen Bereiche des ehemaligen Lagers, darunter die Häftlingsbaracken, die Gaskammern und das Krematorium. Historische Fotografien und persönliche Berichte von Überlebenden machen die Geschichte des Ortes anschaulich und geben Einblicke in die Lebensbedingungen und das Schicksal der Häftlinge.
Mittagspause (selbst organisiert)
Nachmittags: Workshop in einem Bildungszentrum in Lublin: Anhand von dokumentarischen und ikonografischen Materialien wie Fotografien und historischen Dokumenten setzen sich die Teilnehmer mit dem Schicksal der jüdischen Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs auseinander. Die Geschichte einer jüdischen Familie aus Lublin ermöglicht einen Einblick in das Familienleben vor dem Krieg und zeigt zugleich die einzelnen Etappen der Verfolgung und des Holocaust.
Abends: Abendessen in einem Restaurant.
Übernachtung in Lublin.
3. Tag Zamość - Gedenkstätte Belzec
Vormittags: Busfahrt nach Zamość. Ein geführter Rundgang durch die historische Altstadt vermittelt Einblicke in die Geschichte der Renaissance-Stadt und ihre kulturelle Bedeutung. Zamość, bekannt als „Perle der Renaissance“, ist eine Stadt in Polen, die im 16. Jahrhundert vom Großhetman der Krone Jan Zamoyski gegründet wurde. Sie ist bekannt für ihren Renaissance-Stadtgrundriss, den Großen Marktplatz, die armenischen Bürgerhäuser, die ehemaligen Befestigungsanlagen und Denkmäler verschiedener religiöser Traditionen. Die Stadt wurde in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Zamość ist eines der wertvollsten Beispiele für eine Renaissancestadt in Mitteleuropa.
Mittagspause (selbst organisiert)
Anschließend Weiterfahrt zur Gedenkstätte Bełżec.
Nachmittags: Führung durch die Gedenkstätte Bełżec, die an das ehemalige deutsche Vernichtungslager erinnert. Die Besichtigung erläutert die Geschichte des Lagers und die Dimension der dort begangenen Verbrechen. Das Vernichtungslager Bełżec (offiziell SS-Sonderkommando Belzec) – ein deutsches nationalsozialistisches Vernichtungslager, das während des Zweiten Weltkriegs von März 1942 bis Juni 1943 in der Nähe des Dorfes Bełżec in Betrieb war. Das Lager wurde im Rahmen der Aktion „Reinhardt“ errichtet. Das SS-Sonderkommando Bełżec war das erste von den deutschen Nationalsozialisten im Generalgouvernement errichtete Vernichtungslager. Dort wurde die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung durchgeführt. Die Deutschen leiteten Transporte aus den Ghettos und Lagern im Generalgouvernement dorthin, vor allem aus den Bezirken Galizien, Krakau und Lublin. Neben polnischen Juden wurden in Bełżec auch österreichische, tschechische, deutsche, slowakische und ungarische Juden ermordet. Die Opfer wurden in fest installierten Gaskammern unter Verwendung von Abgasen getötet. Die Zahl der Ermordeten belief sich wahrscheinlich auf etwa 450.000 Menschen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung des heutigen Gedenk- und Erinnerungsortes, der die Dimension der Vernichtung und die Erinnerung an die Opfer eindrucksvoll sichtbar macht.
Anschließend Rückfahrt nach Lublin.
Abends: Abendessen in einem Restaurant.
Übernachtung in Lublin.
4. Tag Lublin
Vormittags: Stadtführung durch die historische Altstadt von Lublin. Die Tour vermittelt Einblicke in die wechselvolle Geschichte der Stadt und ihre Bedeutung als Begegnungsort verschiedener Kulturen und Religionen.Lublin liegt an der kulturellen Schnittstelle zwischen dem östlichen und dem westlichen Christentum sowie an wichtigen historischen Handelswegen, die Europa mit dem Osten verbanden.
Eines der wertvollsten Denkmäler der mittelalterlichen Kunst in Polen ist die Dreifaltigkeitskapelle in Lublin, die in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde und mit byzantinisch-russischen Malereien im östlichen Stil geschmückt ist. Die Kapelle verbindet gotische Architektur mit östlicher Innenmalerei. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Geschichte der jüdischen Gemeinde Lublins und ihrer Bedeutung vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Rahmen der Führung sind außerdem Besuche des historischen jüdischen Friedhofs sowie des ehemaligen Gefängnisses im Schloss Lublin vorgesehen.
Mittagspause (selbst organisiert)
Nachmittags: Zeit zur individuellen Erkundung der Stadt.
Abends: Abendessen in einem Restaurant.
Übernachtung in Lublin.
5. Tag Heimfahrt
Vormittags: Nach dem Check-out beginnt die Rückfahrt mit dem Zug nach Warschau und weiter zum Heimatort.